der 21.12.2009

Mein Exfreund war grad bei mir und als er mir wieder gegenüber stand habe ich gemerkt wie sehr ich ihn doch noch liebe. Ich glaube es war vielleicht doch besser nicht zu dem Geburtstag seiner Oma zu gehen. Ich liebe ihn noch so sehr, aber ich bin so enttäuscht von ihm. Er hat mir wirklich viel bedeutet und tut es auch heute noch, aber der Schmerz ist so unsagbar groß. Ich wünsche ihm einfach nichts Gutes mehr im Leben. Ich weiß das es mich nicht weiter bringt im Leben zu weinen und mich selbst zu deprimieren, aber manchmal muss man wirklich am absoluten Tiefpunkt sein um wieder nach oben blicken zu können. Und wie gern würd ich jetzt meine Freundin anrufen die sauer auf mich ist, und mit ihr reden. Es tut mir leid wie es gelaufen ist. Aber ich habe ehrlich gedacht das es anders wär, als sie es dachte. Aber ich traue mich nicht sie anzurufen. Ich habe ihr heute einen Weihnachtsgruß mit einem kleinen Geschenk geschickt. Vielleicht antwortet sie ja darauf.... ich würde es mir so sehr wünschen!

der 20.12.2009

der 20.12.2009
heute bin ich mal wieder voller Einsamkeit aufgestanden und mein Tag wird ebenso langweilig und tonlos vergehen wie viele anderen im Moment. Ich habe mich mit einer sehr guten Freundin zerstritten, wobei es sich hier eher auf Interpretationsunterschiede beruht. Jedoch kenne ich sie als sehr starren Menschen bei dem ich eine Beruhigung der Situation nur schwer herbeiführen kann. Ich habe schon mal sehr lange keinen Kontakt zu ihr gehabt der sich darauf beruhte das ich mit dem Lebensumständen ihres Bruders nicht klar gekommen bin, jedoch empfinde ich die jetzige Situation anders.
Was meinen Exfreund angeht bin ich mittlerweile voller Enttäuschung und fühle mich von ihm betrogen. Nicht das er mich mit einer Frau betrogen hat, sondern Gefühlsmäßig. Das er mir nie die Zuneigung und Liebe entgegen gebracht hat die, wie ich dachte, unsere Beziehung ausmacht. Ich fühle mich einsam und verlassen. Habe viele Bekannte, aber habe ich Freunde? Ich weiß es nicht. Keine mit denen ich samstagabends losgehen kann, denen ich mich voll und ganz anvertrauen kann.
Ich möchte so gern geliebt werden. Ich möchte einen Partner an meiner Seite haben mit dem ich mein Leben teilen kann. Ich beneide die Menschen die es schaffen so lange miteinander zu leben. Ich weiß, man sagt mir, glücklich sind die auch nicht immer. Aber ich verstehe das ehrlicherweise nicht wirklich. Diese Aussage kommt bei mir irgendwie nicht an. Vielleicht habe ich ein Schutzzelt um mich gebildet in dem ich so was ausblende, gar nicht an mich ranlasse, den Gedanken das es Menschen gibt die lange, lange Beziehungen führen und eigentlich gar nicht glücklich sind. Sie haben aber einen Partner an ihrer Seite und gehen mit diesem gemeinsam durchs Leben. Und ich glaube auch dass die bestimmt geliebt werden, denn in der heutigen Zeit ist eine Partnerschaft auf Ewigkeit nicht mehr so wie zu Zeiten unserer Großeltern. Trennungen passieren ständig und daher glaube ich dass diese Menschen sich bestimmt einander lieben und mögen. Und ich möchte auch einen Partner an meiner Seite, mit dem ich alt werde. Ich habe das eigentlich in meinem Exfreund gesehen. Wir haben so viele Interessen geteilt, gleiche Wertvorstellungen vom Leben gehabt, aber mittlerweile habe ich den Eindruck dass er das nicht so sieht. Wobei ich heute weiß dass er vor seinen Gefühlen wegrennt, sich davor versperrt. Wir haben nie wirklich über Gefühle geredet. Das einzige und erste Mal das er mit gegenüber tatsächlich so offen war, war als er mit gesagt hat das er dabei ist sich in mich zu verlieben. Ich denke er sieht das selber nicht so und meint dass er über Gefühle reden kann, aber er hat ein eigenes Schutzschild über sich aufgebaut und blendet Dinge vor sich selber soweit aus, das er es selbst gar nicht sieht.
Er ist noch nie verlassen worden. Ich habe ihn geliebt, aber jetzt möchte ich nur noch das er leidet.

der 17./18.12.2009

der 17./18.12.2009
ich habe gestern noch mal seine Oma angerufen, da ich diese Entscheidung nicht ohne sie treffen wollte. Sie hat lange keine Meinung gehabt bis sie dann doch irgendwann sagte das ich vielleicht besser ein anderes mal zu ihr kommen sollte bevor er nachher aus dem haus rennt oder dergleichen.
gegen Abend hat er dann noch mal angerufen und blieb weiterhin der Meinung dass ich dort nicht erscheinen sollte. ich habe ihm gesagt das sowohl seine Oma nicht mit diesem verhalten von ihm gerechnet hätte, sowie das ich ihn für loyaler gehalten hätte. doch er blieb auf seiner Meinung.

Geburtstagsfeier

der 16.12.2009
heute war ich beim psychologischen Gespräch und die Frau hat mir einen starken und selbstbewussten eindruck vermittelt. Sie sagte zu mir, das bereits in dem Augenblick, als er auf dem Sofa eingeschlafen war, unsere Beziehung bereits beendet war, denn sonst hätte man dazu keine ruhe einzuschlafen.
Durch seine familiären Bedingungen unter denen er aufgewachsen ist hat er wohl einen Schutzmantel um sich gebildet, sich nie wirklich intensiv auf jemanden einzulassen.
Seine Oma hat mich ja auf ihren Wunsch hin nach ihrer Trennung zu ihrer Geburtstagsfeier am kommenden samstag eingeladen. er hat mich gestern Abend angerufen, nachdem er von ihr erfahren hat dass ich auch eingeladen bin. er meinte sie hätte die Einladung mir gegenüber ausgesprochen, als wir noch zusammen waren, aber an dem war nicht, was ich ihm auch gesagt hatte. nun meinte er unter den gegebenen Umständen und da es eine Familienfeier wäre, sollte ich nicht auf dem Geburtstag erscheinen. hat er ein recht mich auf dem Geburtstag andere Leute auszuladen? es ist nicht sein Geburtstag, er ist nicht der Gastgeber! in meinem Gespräch heute hat sie gesagt so lange ich nicht weich werde, und flehend vor ihm stünde, oder dergleichen sollte ich da ruhig hingehen, aber dessen sollte ich mir bewusst sein. ich habe freunde von mir befragt die zwar alle gesagt haben ich sollte da nicht hingehen, und ihr so mal gratulieren, aber ich will mir den stolz nicht nehmen lassen. ich werde morgen seine Oma anrufen und um ihre Meinung bitten.
in dem Gespräch heute hat sie mir auch deutlich gemacht das er nur eine Trennung auf raten mit mir vollzieht. ich habe seine Möbel noch in der Wohnung und er versucht ohne krieg aus der Sache zu kommen.
aufgrund der Enttäuschung dass er sein Wort nicht einmal gehalten hat, und mich mit allem allein gelassen hat, habe ich auch das Türschloss ausgewechselt. sie hat das begrüßt. er weiß da bis jetzt immer noch nichts von. so möchte er auch sämtliche kosten so weit es geht auf mich abwälzen. bis dato hat er die Telefonrechnung bezahlt, was er zukünftig nicht mehr will. ich weiß nicht ob ich ihm den gefallen tun soll. er hat einen 24 monatsvertrag unterschrieben und aus dem kommt er nur raus wenn er nachweisen kann dass er seinen Wohnsitz außerhalb des versorgungsgebiet hat. aber dafür müsste er sich ummelden und dann kann er die Pendlerfahrten nicht mehr steuerlich absetzen.

hinter'm Rücken

der 28./29./30.11.2009
ich bin dieses Wochenende das erste Mal wieder mit meiner Freundin richtig losgegangen. am anfang habe ich nicht viel von dem Abend erwartet doch nachher wurde es ein richtig langer Abend. nach Weihnachtsmarkt und essen waren wir in einer kleinen Disco. ich war nachher richtig betrunken und habe zu ihr gesagt ich hätte mal wieder Lust zu tanzen. ich tanze sehr gern, wofür mein freund nie Verständnis oder Motivation gezeigt hatte. obwohl ich mich noch an einem Abend im Februar, am anfang unserer Beziehung erinnern kann, als wir auf einem Geburtstag waren und sehr sehr viel zeit an dem Abend auf der Tanzfläche verbracht haben. eng aneinander. aber mit der zeit hat sich herausgestellt das er das nur um meines Eroberungswillen getan hat, aber nicht weil er es mochte und ich habe mich täuschen lassen. so habe ich mir an dem Abend einen typen der an der Tanzfläche stand angesprochen aber erst mal mit in den Raucherbereich genommen. wie die Situation entstanden ist weiß ich gar nicht mehr genau, aber wir haben geknutscht. und ich habe an dem Abend noch sehr oft geknutscht. aber das war mir so egal. manchmal braucht man einfach Bestätigung für etwas und es sollte egal sein was andere darüber denken. man lebt nur einmal und ich habe mir das Gefühl geholt begehrt zu sein. ich wusste es gibt auch andere Männer im leben. keinen wollte ich wieder sehen. aber ich hab es einfach gebraucht.
ich habe bei meiner Freundin übernachtet und den sonntag auch noch bei ihr verbracht. als ich spät abends nach hause gekommen bin habe ich gesehen das er mich versucht hat anzurufen. aber nur auf der Festnetznummer, obwohl ihm ein anruf auf meinem Handy genauso wenig, also gar nichts, gekostet hätte. am montag Abend hat er mich dann angerufen und mir erzählt dass er unsere Wohnung gekündigt hat. er hatte mir erzählt das er aus dem Mietvertrag wollte und ich hatte überlegt die Wohnung allein weiter zu halten, doch aufgrund meines geringen Gehalts ist mir das nicht möglich. doch das wusste er nicht. und so hat er mich dann vor vollendete Tatsachen gestellt.
bereits 3 Wochen zuvor war er auf einem besuch bei mir um seine post zu holen und wir hatten darüber gesprochen das wir die Nebenkosten noch unter uns aufteilen müssen. außerdem hatte er (und nicht ich!!!) unserem Vermieter unterlagen aus der Renovierung zugesagt, die dieser jetzt einforderte. wir hatten vergessen das zu besprechen und ich habe ihm abends eine SMS geschickt, mit der bitte dass er mich deswegen zurückruft. das hat er nicht getan. als ich ihn dann bei diesem anruf darauf ansprach, das ich die Nebenkosten allein bezahlt habe und ich mich um seine unterlagen gekümmert hatte, mir denen ich eigentlich nichts zu tun hatte, hat er es nicht mal geschafft mir danke zu sagen.

gescheiterte Rettung

nachdem ich zu Hause war und die E-Mail von ihm gelesen habe, habe ich schreiend und weinend auf dem Boden gelegen. ich konnte es einfach nicht glauben. ich habe eine Freundin angerufen. habe ihr alles erzählt, aber noch während ich gesprochen habe, habe ich den Wunsch gespürt zu ihm zu fahren. ich war bei einer Ärztin die mich den Rest der Woche krank geschrieben hat und habe ich mich danach in mein Auto gesetzt und bin zu ihm gefahren. ich habe auf der fahrt dahin mehr in meinem Auto geraucht als an jedem anderen tag in meinem leben. als ich ankam hatte ich eigentlich jeden Augenblick damit gerechnet, das er von der Arbeit kommt. aber es hat noch stunden gedauert. glücklicherweise hat sein Vermieter mich in sein Apartment gelassen. ich habe die ganze zeit am Fenster gestanden und jedes Auto genau beobachtet. ich habe stunden gewartet. aber ich habe wirklich liebe und nette Menschen in meinem leben die für mich in dem Augenblick da waren. alle haben sie mich angerufen, mir geschrieben, und mich gekümmert. das war einfach wundervoll! nach stunden des Wartens kam er dann in sein Apartment und war im ersten Augenblick erstaunt darüber, das ich dort saß. als es so dunkel wurde das ich die Autos nicht mehr beobachten konnte, hab ich ihn mit unterdrückter Nummer angerufen und gefragt ob er heut Abend zeit hätte zum telefonieren. da erfuhr ich das er länger arbeiten musste und erst gegen 22 Uhr zeit hat zum sprechen. er kam aber eher in sein Apartment. er hat mich nicht rausgeworfen, er ist normal mit mir umgegangen und ich kann mich noch daran erinnern dass er das Bild von uns beiden nicht weggeräumt hatte. wir haben geredet, ich habe ihm immer wieder Vorschläge gemacht bessere Wege einzuschlagen. etwas anders zu machen. ich bin über meinen ganzen stolz gegangen und habe ihn gebeten. aber er hat immer wieder nein gesagt. er könnte nicht mehr. er meinte wir haben uns immer weiter voneinander entfernt. aber das glaube ich bis heute nicht. jedoch habe ich einen Gedankenanstoß bekommen: in dem Augenblick, als er eingeschlafen ist, nachdem er zu mir gesagt hat er liebt mich nicht mehr, war unsere Beziehung bereits vorbei. denn wer sonst schafft es nach einem solchen emotional grundlegenden schritt danach zu schlafen? heute sage ich, ich hab mich blenden lassen von ihm. oh oh wie sehr. aber das schlimme ist, ich glaube er merkt das selber nicht mal.
ich hab dann noch bei ihm übernachtet. er hatte nun doch noch so viel Mitmenschliches an sich das er mich nicht hat zurück fahren lassen. nun war es aber schon ein sehr komisches Gefühl mit seinem dann Exfreund rücken an rücken in einem Bett zu schlafen. am anderen morgen bin ich einfach liegen geblieben als er aufstand und ich weiß ich nicht ob ich es überhaupt hätte erwarten dürfen, jedoch hat er keinerlei Rücksicht auf mich genommen in seinen morgendlichen Ritualen. ich bin dann am anderen morgen nachdem er die Wohnung verlassen hat wieder nach Norddeutschland gefahren. ich habe den Rest der Woche nur noch in der Wohnung verbracht. ich habe geweint und geweint. habe nicht richtig geschlafen, gegessen, und mittlerweile einige Kilos abgenommen, obwohl ich schon dünn bin. ich habe gedacht ich muss noch irgendwie an ihn rankommen. das kann es doch nicht gewesen sein. eine Freundin von mir ist mit seinem freund zusammen. ich habe sie angerufen und sie hatte mich dann auch abends besucht. bei ihr hatte ich schon oft manchmal das Gefühl sie versteht mich nicht, leg die Tatsachen so aus das sie eine gute Argumentation für die aktuellen umstände sind, ohne zu überlegen was tatsächlich dahinter steckt. und so habe ich mich auch mal wieder gefühlt als sie ihre Meinung an dem Abend mir gegenüber sagte. ich habe ihr das aber nicht gesagt. am kommenden samstag hat sie mir vorgeschlagen zusammen abends loszugehen. ich fand diese Idee sehr nett und habe mich darauf gefreut. am samstag hatte ich sie dann mehrere male versucht anzurufen, erfolglos. abends um 21 Uhr erreichte ich sie dann, wo sie mir mitteilte sie sei jetzt erst mit einkaufen und Wohnung putzen fertig, und wäre deshalb so k.o. das sie nun nicht mehr losgehen wollte. ich dem Augenblick war ich bitter enttäuscht von ihr. wie kann man seine Freundin in so einer Situation so hängen lassen und derartig enttäuschen? sie wusste bestimmt schon lange dass sie zeitlich nicht alles unter einen Hut bringen kann, oder hätte sich eher melden können. die Wochen danach habe ich auch nichts wieder von ihr gehört und ihr innerlich bereits die Freundschaft gekündigt. ich weiß noch das ich meinem Exfreund erzählt habe das ich enttäuscht bin das sie sich nicht mehr meldet. er hat dann gesagt warum ich mich nicht bei ihr melde. aber so hat man seinen stolz. ich habe nach einigem überlegen zu mir gesagt, ich halte den kontakt zu ihr um an meinen Exfreund ranzukommen.
an dem sonntag, das erste Wochenende das ich wieder als Single verbracht habe, fiel mir auf einmal seine Oma ein. ich hatte auf mal den Wunsch sie zu sehen. so habe ich dann Bücher die ich eigentlich von seiner Mutter ausgeliehen bekommen habe genommen und unter dem Vorwand seine Oma besucht. sie war total erschrocken als sie davon erfahren hat. sie hat die Hände vors Gesicht gehalten und gesagt das kann ich nicht glauben. und doch war es leider so. wir haben vier stunden miteinander gesprochen und sie hat mir dinge aus seinem leben erzählt wie ich sie vorher nicht wusste. sein Vater hat seine Mutter damals nach strich und faden betrogen. die haben einen rosenkrieg ausgeführt wie er im Bilderbuch steht. seine Mutter hat mit dem Auszug auch ihre beiden Kinder mitgenommen, neben Vollzeit arbeiten studiert und sich politisch engagiert. ihre Kinder waren Selbstversorger. sein Bruder ist durch diese zeit damals einem tiefen sozialen und drogenumwobenen Abgrund sehr nahe gekommen. aber auch mein Exfreund hatte viel mitbekommen. er hat vor einigen Jahren eine zeit lang mal bei seiner Oma gewohnt und sie erzählte mir das er mehr mitbekommen hatte als sie dachte und auch die nachfolgende ehe seines Vaters, bei dem er nachher wieder eingezogen ist, hat soviel ärger mit sich gebracht das er jede mögliche freie zeit nicht zu hause verbracht hat. hier habe ich einen gedankenanstoß bekommen, ob mein Exfreund vielleicht Probleme hat sich wirklich, tief auf eine neue Beziehung einzulassen. so hat seine Oma mir nachher auch vorgeschlagen ihm einen Brief zu schreiben und dort alles hineinzuschreiben was ich ihr erzählt hatte, wozu ich bereit bin, was ich für ihn machen wollte. ich habe ihm einen Brief geschrieben. 10 Seiten lang. mit der Hand. und in Absprache mit seiner Oma hat sie ihn nach dem der Brief angekommen war angerufen und mir danach erzählt was er gesagt hat. Leider hat er nicht viel erzählt. Als sie ihn angerufen hat, war er sehr wortkarg und hatte immer nur gesagt dass er an den Brief denken müsse. Ich habe mit ihm darüber gesprochen und er hatte so viele Fragen die ich ihm nicht alle auf einmal beantworten konnte. und so habe ich mich einige tage später noch mal hingesetzt und ihm wieder einen Brief geschrieben. mit der Hand und es waren wieder so viele Seiten. Nachdem er diesen Brief erhalten hat, hat er gesagt er möchte erst mal Abstand, getrennte Wohnungen und wenn ich meine ersten Therapiegespräche hatte können wir mal einen Kaffee trinken gehen, aber heute weiß ich nicht mal ob das selbst will.
Eigentlich waren wir nach außen glaube ich immer ein ziemlich gutes Paar, denn jeder, und wirklich jeder, sei es Freunde, Bekannte, meine oder selbst seine Familienmitglieder, alle waren bestürzt darüber.
Nun fällt es mir auch nicht leicht der Überschrift gerecht zu werden, denn meine Gedanken sagen alles sehr durcheinander. Sie springen von einem Thema zum anderen und manchmal auch zu der schönen Zeit am Anfang. Eine grundlegende Sache ist mir aber bewusst geworden durch die Gespräche die ich mittlerweile alle hatte. Er hat ein Kommunikationsproblem, denn das er es nicht schafft persönliche Gespräche über derartige Themen zu führen ist nur ein Punkt von vielen.

ein Vorbote?

Ich habe selber auch gemerkt dass unsere Beziehung nicht mehr so gut läuft. Aber ich habe das Gespräch gesucht. Ich habe versucht ihm zu sagen was mir fehlt und was ich möchte. Es ist aber nie wirklich bei ihm angekommen. Er hat selber Probleme die er aber nie wirklich angesprochen hat weil er es gar nicht gemerkt hat. Er sagt seine Probleme belasten ihn nicht so. Aber das ist nicht wahr. Ich habe immer wieder versucht was zu bewirken, zu ändern, und dabei habe ich ihm von etwas erzählt, womit ich ihn, dachte ich, endlich erreiche, aber er hat das nun als Grund zu Anlass genommen die Beziehung mit mir zu beenden.
Es war ein Traum den ich einige Tage bevor das Wochenende kam, an dem er mir die Sachen gesagt hat, mehrere Nächte hatte. Ich war in der Wüste und bin vor jemandem weggelaufen. Diese Person hat mich immer verfolgt, so komisch wie Träume sein können auch auf dem Fahrrad. Aber ich war immer schneller. Diese Person war dunkelhaarig, von sportlicher Statur, in meinem Alter. Mein aller erster Gedanke wer diese Person sein könnte war mein Freund, obwohl diese Person aus dem Traum keine direkte Person aus meinem Umfeld war.
Und ich habe eben meinem Freund davon erzählt, mit dem Vorhaben was zu bewirken. Und heute frage ich mich ob ich es hätte damals vielleicht besser nicht getan.

die Trennung

Mein Freund und ich waren im Urlaub und wir haben im Urlaub auch schon eine gewisse Distanz gehabt, die auf den ganzen stress in unserer Beziehung zurückzuführen war. Ich habe mich auch ehrlich gesagt nach keiner körperlichen nähe gesehnt, aber geliebt habe ich ihn trotzdem. Durch die Fernbeziehung habe ich mich immer mehr in meinen alten Verhaltensweisen wiedergefunden zu kämpfen; das weiß ich heute. So kam z. B. mal eine kleine Situation auf in der wir eine Besichtigung gemacht haben und in ein Museum wollten. Dort waren Kameras verboten, allerdings nicht davor. Und ich wollte die gern mitnehmen, er hat aber auf das Wort des Reiseleiters hören wollen. So hat sich dadurch eine streitige Diskussion entwickelt, in der ich mich nachher nicht mehr anders zu verteidigen wusste, als das ich gesagt habe, ich will nach Hause. Ich habe mich oft mit solchen Argumenten versucht durchzusetzen. So habe ich ihm gegenüber auch oft gesagt, ich habe mich noch nie mit jemandem so viel gestritten wie mir Dir. Aber das stimmt nicht. Zum einen wollte ich damit nur meinen Willen durchsetzen, und in anderen Beziehungen gab es auch oft genug streit. Sehr oft.
So kam es nun an einem Sonntag vor ein paar Wochen das er sich die Mailbox für seine neue Handynummer einrichtete. Ich habe alles von dieser Dame vom Tonband verstanden und ausgerechnet in der Situation in der sie seine PIN Nummer wiederholt hat, sagte er ganz laut „lalala“. Mir kam das äußerst Merkwürdig vor und habe ihn darauf angesprochen ob er mir nicht traut. Er sagte ja, und ich erwiderte ihm das ich das nicht glauben kann. Mir kam die Situation schon komisch vor. Nach ein paar Kommentaren war das Thema für mich eigentlich gegessen, weil es mir keinen Streit wert war, aber er ließ nicht locker und wollte diskutieren. Ich weiß nicht mal mehr über was wir alles gesprochen haben, bis er dann auf mal zu mir gesagt hat er hat das Gefühl das ich ihn einenge, er würde seinen Freunden nicht mehr gerecht werden und er wüsste nicht mehr ob er mich noch liebt. Für mich war das eine totale Ohrfeige. Ich bin in einen anderen Raum gegangen, habe geweint, geweint, geweint. Er ist mir gefolgt und hat mich sogar noch in den Arm genommen, aber ich habe kein Wort herausgebracht. Nach einiger Zeit bin ich ins Bad gegangen und er ist in der Zeit eingeschlafen. Ich wollte nur noch raus aus unserer Wohnung, habe ihn aber noch mal gefragt ob er noch mal mit mir reden möchte, sonst würde ich fahren. Er sagte wir sollten noch mal reden, aber ich weiß bis heute nichts mehr aus dem Gespräch. Wir haben noch mal geredet und als ich dann die Wohnung verlassen habe, musste er kurz danach auch wieder nach Süddeutschland. Ich kann mich noch genau erinnern wie er dort stand, mit einem Blick voller Trauer und Kummer hat er mir gewunken. Er hat sich immer Abends bei mir gemeldet das er heile angekommen ist und er hat mich morgens immer angerufen zum wecken, damit ich auch aufstehe, weil ich morgens oft meine Wecker nicht höre. Ich habe das immer sehr an ihm geschätzt, denn er hat es getan ob wohl er selbst kein Morgenmensch ist. Doch er hat sich nicht gemeldet. Am Sonntag nicht, am Montag nicht, am Dienstag auch nicht. Als ich dienstagmorgens meine E-Mails kontrolliert habe, habe ich eine E-Mail von ihm gelesen in der er unsere Beziehung beendet hat. Er hat dort Dinge erwähnt, von Streitereien, die eigentlich lange als ausgesprochen galten. So dachte ich. Heute nach einigen Gesprächen in psychologischer Betreuung weiß ich das auch er nicht perfekt ist. Aber leider ist dieser Gedanke da, wenn man von jemandem verlassen wird. Sich zu trennen ist einfacher als verlassen zu werden. Er ist noch nie verlassen worden und, auch so gemein es sich anhören mag, ich wünsche ihm das Gefühl auch mal zu bekommen.


die Umstände

ich wollte einen Blog erstellen, weiß nun aber nicht was ich schreiben soll. bzw. wo ich anfangen soll....
die Winterzeit ist bei mir wie für die meisten immer sehr melancholisch und wenn man dann noch Niederschläge erlebt ist es immer schlimmer.
So passierte es vor einigen Wochen das mein freund kurz nach dem wir im urlaub waren, sagte er wüsste nicht mehr ob er mich noch liebt. wir führen leider eine Wochenendbeziehung und er ist kurze zeit später gefahren. am nächsten Abend, und er hat sie nicht ein Mal gemeldet, wie er es sonst getan hat, schickt er mir eine email in der er unsere Beziehung beendet.
ich habe diese Nachricht erst am anderen morgen gelesen, und ich war völlig aufgelöst. ich wurde von der arbeit nach hause geschickt, und haben in meiner Wohnung schreiend und weinend auf dem Fußboden gelegen. ich dachte das kann es doch nicht sein, er ist nicht mein erster freund, aber der erste mit dem ich bereit war mein leben zu verbringen. ich wollte etwas bewirken, dachte mir das kann es doch nicht gewesen sein. und so habe ich mich ins Auto gesetzt und bin die hunderte Kilometer zu ihm gefahren. ich habe als ich dort war lange auf ihn gewartet, denn er wusste nicht das ich auf ihn warte, aber er hat mir die Möglichkeit gegeben zum reden. er hat mich angehört, aber erst hat jedes mal nach kurzem grübeln gesagt "ich kann nicht mehr".
wie es in keiner Beziehung ausbleibt haben wir uns auch mal gestritten. aber nie über grundsätzliche dinge des leben. wir haben uns darüber gestritten ob wir nun die Fenster aufmachen, oder über Macken des anderen, was nicht immer richtig war. aber ich habe ihn trotzdem geliebt. manchmal habe ich gemerkt dass ich ihn in gewissen (für mich) Kleinigkeiten so "prägen" wollte, dass er das akzeptiert. vielleicht ist dieser Schuss nach hinten losgegangen. er hat aber ich im Moment viel stress, wobei er meint das würde ihn nicht so belasten, aber das glaube ich nicht. manchmal belasten dinge einen mehr als man zugibt oder auch merkt.
ich habe hier in Norddeutschland eine guten job gehabt und er war gerade in seinem letzten Semester am studieren, als ich ihn kennen lernte. wir haben beide höhere berufliche ziele verfolgt und uns nachdem wir uns einige Monate kannten, entschieden nach Süddeutschland zu gehen. wir sind von getrennten Wohnungen zusammen ist eine gemeinsame weit weg von zu hause gezogen. zusammen zu wohnen ist was anderes als immer noch seine zuflucht in die eigene Wohnung zu haben. ich habe eine stelle angenommen bei der sich ziemlich schnell die schlimmsten Intrigen und Lügereien entwickelten. ich habe nach einigen Wochen (erfolglos) schon meine ersten Bewerbungen geschrieben dort wegzukommen, denn es wurde immer schlimmer. mir ist das nachts aufs bett gekommen, ich habe morgens schon Magenkrämpfe bekommen bei dem Gedanken gleich wieder in diese Firma zu müssen. und mein freund steckte mit zunehmender zeit immer intensiver in seiner Diplomarbeit. heute weiß ich das ihn mehr damit beansprucht habe als es vielleicht gut gewesen wäre, denn ich habe heute noch einem Kind entsprechend ausgeprägte Bedürfnisse nach Sicherheit und Geborgenheit. trotzdem hat er seine Diplomarbeit mit 1,0 bestanden, was ich sehr gut finde. das Klima auf meiner arbeit wurde so schlimm das ich gekündigt habe, obwohl ich noch keine neue stelle hatte. und er hatte Bewerbungen geschrieben, denn aufgrund der Wirtschaftskrise konnte er in dem unternehmen, in dem er seine Diplomarbeit geschrieben hatte nicht bleiben und seine Bewerbungen auf stellen blieben alle erfolglos. und dadurch das ich auch niemanden in der fremde hatte (außerhalb meines Freundes) mit dem ich meine Probleme teilen konnte hab ich mich nach hause gesehnt. so haben wir uns dann entschieden wieder nach Norddeutschland zu ziehen, wo das leben auch günstiger ist. diesen Umzug haben wir ziemlich spontan und schnell abwickelt. und haben uns beide anfangen zu bewerben. ich habe ziemlich schnell eine stelle gefunden die mich zwar nicht ausfüllt, und unter dem stellenwert ist was ich bis dato erreicht hatte, aber ich hatte erst mal arbeit. ich solle Daten für eine neue Software die eingeführt wird erfassen, und danach werden andere aufgaben auf mich übertragen. mein freund hat sich deutschlandweit beworben und erst mal nach seinem Studium beruflich Fuß zu fassen. wie der Zufall es wollte hatte er eine stelle in Süddeutschland gefunden und so sind wir zu einer Fernbeziehung gekommen. unser Lebensmittelpunkt war unsere Wohnung in Norddeutschland, er hat sich ein kleines Apartment in der nähe seiner arbeit gemietet und ist jedes Wochenende gependelt. finanziell war es tragbar, da er Mitfahrgelegenheiten gemacht hat. in seiner neuen stelle war gut zu tun, aber mit der zeit ließen die Aufträge nach und vor unserem urlaub hatte er nachher gar nichts mehr zu tun und Probleme seinen tag rum zu bekommen. ich habe in dem job in dem ich jetzt bin auch keinerlei Erfüllung. dieser job ist eine Beschäftigung ohne jegliche Herausforderung. einer meiner Kollegen hatte dann noch im Sommer seinen Sohn ins unternehmen geholt und Interesse ihn hier zu halten. kurz bevor meine Probezeit zu ende war wurde mir dann mitgeteilt das ich gekündigt werden sollte um mit einem Halbjahresvertag wieder eingestellt werden soll, da sie nach dem Projekt wohl keine aufgaben mehr für mich haben werden. das war wieder zeitgleich mit der Auftragsflaute bei meinem freund. nach Gesprächen mit dem Geschäftsführer werde ich meinen job wohl behalten, auf jeden fall in der Firma bleiben können, aber was ich danach für aufgaben habe werde weiß ich noch nicht. diese Firma ist auch die pure Patriarchie, weshalb ich hier auch keinerlei Entwicklungsmöglichkeiten haben werde. wieder waren wir in der Situation in der der eine den anderen hätte auffangen sollen, steckten beide jedoch in der Krise. hinzu kam das wir uns immer mehr über unnötige Kleinigkeiten gestritten haben. mein freund hat manchmal Gespräche damit eingeleitet wir müssen was ändern, oder uns trennen. manchmal, das kann ich heute zugeben, habe ich gedacht warum er über so was diskutieren will. aber ich habe es aus meiner Kindheit mitgenommen zu kämpfen, und wenn man soviel kämpft, verliert man leicht das Gefühl geborgen zu sein. durch diese ganzen Situationen hat sich in unser gutes zwischenmenschliches Verhältnis eine gewisse Distanz eingestellt. er hat mich jeden Abend zum einschlafen in den arm genommen, auch noch an dem tag vor unserer Trennung, aber ich wäre auch nicht bereit gewesen zu näheren körperlichen Kontakten die ein paar normalerweise hat.